| Veranstaltungshinweise |
Zertifikatskurs «Mobilitätsmanagement | Umsetzung in Unternehmen und Verwaltungen»
Daten: 21./22. Sept. 2010, 17. Nov. 2010, 8. Dez. 2010, 19. Januar 2011
Ort: Biel
Orientierungsseminar «Nachhaltiges Flottenmanagement | Technologische Trends, interne Kommunikation und Wertschöpfung»
Datum: Mittwoch, 13. Oktober 2010
Ort: Olten
www.sanu.ch
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Interner Flottenbetrieb, Business CarSharing oder Outsourcing?
Das Management einer Fahrzeugflotte kann auf unterschiedlichste Arten gemeistert werden. Sei dies durch Outsourcing, Business-CarSharing oder interne Lösungen mit Dienst- oder privatbetriebenen Fahrzeugen. Jede Variante hat verschiedene Vor- und Nachteile. Die optimale Wahl hängt von den Eigenheiten und den Bedürfnissen des einzelnen Unternehmens ab und muss entsprechend sorgfältig entschieden werden. Erbringt das Unternehmen alle Flottenmanagementleistungen selbst, spricht man von Inhouse- Management. Diese Lösung hat die Vorteile dass das Know-how intern bleibt und bietet eine schnelle Reaktionszeit. Da das Flottenmanagement aber sehr komplex ist, kann eine hohe Professionalität nur bei grossen Flottenbeständen gewährleistet werden.
Outsourcing bietet zusätzliche, professionelle Leistungen; Gesamtkostentransparenz, aktive Marktverfolgung und hohe Themenkompetenz (beispielsweise im Bereich Ökologie), birgt aber die Gefahr der Abhängigkeit sowie von möglichen Firmenkulturunterschieden. Die Komplexität der Aufgabe und die höheren Ansprüche an das Flottenmanagement haben seit einigen Jahren immer mehr Grossunternehmen zum Outsourcing getrieben. Die Mobility Solutions AG bietet diesbezüglich, als ehemalige Flottenmanagementabteilung der schweizerischen Post, ihre Dienstleistungen an.
Für KMU, die ihre Fahrzeug nur sporadisch brauchen und die ihren Sitz im urbanen Umfeld haben, bewährt sich die intermediäre Lösung des Business-CarSharing mehr und mehr. Der ganze Fahrzeugunterhalt wird vom Betreiber übernommen und die Kosten sinken, da die Autos ausserhalb der Arbeitszeiten anderen Kundinnen und Kunden zur Verfügung gestellt werden. Der erfolgreiche Schweizer Anbieter Mobility zeigt diesbezüglich einen starken Aufschwung.
Flottenmanagement in einem Mobilitätsmanagementkonzept einbetten
Flottenmanagement ist schlussendlich nur ein Teil eines Mobilitätsmanagementkonzeptes, das wirkungsvoll am Unternehmen angepasst, kohärent, glaubwürdig und nachvollziehbar sein muss. Das Spesenreglement, die Parkplatzmöglichkeiten, die so genannte Car Policy (wer darf wie, wann und unter welchen Bedingungen welches Vehikel der Fahrzeugflotte benutzen) müssen abgestimmt werden. Das betrifft auch Arbeitsweg, Kundenverkehr und Geschäftsreisen. Nur wenn all diese Bereiche unter dem Gesichtspunkt der nachhaltigen Entwicklung gemanagt werden, hat man eine Chance, die Fahrzeugflotte nachhaltig zu gestalten. Damit ist vor allem die Akzeptanz der Mitarbeitenden gefordert. Man kann beispielsweise auch Kriterien entwickeln, für welche Art von Geschäftsreisen das Auto, der ÖV oder das Flugzeug auszuwählen ist. Bei Swisscom zum Beispiel wissen die Mitarbeitenden dank einem intern entwickelten Tool, welches Verkehrsmittel sie für jede spezifische Reise bevorzugen müssen. Dabei wird die Zeit, die beispielsweise im Zug gearbeitet werden kann, als wirtschaftliches Kriterium einberechnet. Ein ähnliches Tool ist kostenlos online auf www.routerank.com verfügbar.
Nachhaltigkeit konkret im Flottenmanagement einbetten
Gemäss Aldo Faglia, Geschäftsführer von Fleetconsulting, kann die Nachhaltigkeit folgenderweise in die Car Policy und das Spesenreglement des Unternehmens umgesetzt werden:
• Erfüllen von aktuellen gesetzlichen Auflagen
• Erfüllen von zukünftig zu erwartenden gesetzlichen Auflagen
• Umweltbewusstsein bei den Benutzern von Firmenfahrzeugen schärfen
• Öko-Image der Firma nach aussen tragen•
Gleichbehandlung von Mitarbeitenden
• Besitzstandwahrung der Mitarbeitenden
• Kombinierte Mobilität fördern (Fahrgemeinschaften, vergünstigte ÖV-Abos)
• Business CarSharing statt «klassische» Firmenfahrzeuge anbieten
• Kleinere und effizientere Autos einsetzen
• Energie-Effizienz-Kategorie
• Treibstoffverbrauchs-Index
• Km-Entschädigungen / Autopauschalen für Privatfahrten reduzieren
• Weniger / keine Gratis-Firmenparkplätze (Anreiz zur Benutzung von ÖV oder Fahrgemeinschaften)
Grundsätzlich birgt ein verantwortliches Flottenmanagement viele Chancen und Potenziale. Es darf aber nicht unterschätzt und muss professionell betrieben werden. Nur somit kann ein dreifacher Nutzen erreicht werden: wirtschaftlich, gesellschaftlich und ökologisch.