Berner Start-up lanciert Groupon für die eigene Webseite

erstellt am 01 November 2016 durch tm Bilder: zvgBilder: zvgMartine Oosting, Geschäftsführerin des Wasserparks Alpamare in Pfäffikon (SZ), kontrolliert einen Mobile-Coupon von Gonnado-Gründer Samuel Mäder.Martine Oosting, Geschäftsführerin des Wasserparks Alpamare in Pfäffikon (SZ), kontrolliert einen Mobile-Coupon von Gonnado-Gründer Samuel Mäder.

Groupon ist zu wenig rentabel für Anbieter, findet ein Berner Start-up. Darum lanciert es eine neue Art Rabattcoupon, welcher der jeweilige Anbieter in seine eigene Website integrieren kann.

(mt) Groupon, LivingSocial oder auch Schweizer Anbieter wie DeinDeal: Rabattcoupons sind ein fester Bestandteil der Shoppingwelt geworden. Doch der Trend des Schnäppchens gerät ins Stocken. Der einstige Börsenstar Groupon hat eine gigantische Wertvernichtung von fast 80 Prozent in den letzten fünf Jahren hinter sich. Ein Beitrag in den Foren der Harvard Business School findet eine der Ursachen für den Absturz darin, dass Groupon für die Anbieter zu wenig rentabel ist. Nach den fünfzig Prozent Rabatt für den Kunden bezahlen Anbieter nochmals bis fünfzig Prozent Kommission an Groupon und erhalten somit nur noch ein Viertel des Preises - bei gleichem Aufwand. Hier setzt Gonnado an und unterstützt Anbieter dabei, ihre eigenen Coupons zu erstellen und zu verbreiten.

Einnahmen über Klicks
Der Vorteil des Konzepts von Gonnado liegt in der Zielgruppe und im Preismodell. Anbieter können Ihre Rabattcoupons bei den Besuchern ihrer Webseite bewerben, wodurch sie sich an den typischen Kunden richten, anstatt an Schnäppchenjäger. Kommission müssen sie keine bezahlen, denn der Service wird alleine auf Klicks abgerechnet. Dies ermöglicht Anbietern nach Rabatt und Werbekosten 50 bis 80 Prozent des normalen Preises zu verdienen, während sie bei Rabattcoupon-Plattformen lediglich 20 bis 30 Prozent erhalten. Die so gewonnenen Kunden sind zudem auch noch treuer.

Tausend Kunden in neun Monaten
In der Schweiz und Deutschland bieten seit dem Start vor neun Monaten schon über 1´000 Unternehmen von unterschiedlicher Grösse etwa 5´000 Rabattcoupons an. Zu den begeisterten Kunden gehören etwa Alpamare, Kieser Training oder Papiliorama. «Täglich melden sich fünf bis zehn neue Unternehmen für den Service an und bisher haben 80 Prozent davon nicht aufgehört, die neuen Rabattcoupons zu nutzen», so der Gründer von Gonnado Samuel Mäder, der anfügt: «Zahlreiche Anbieter berichten uns, dass sie noch nie so günstig Neukunden gewonnen haben wie mit den neuen Rabattcoupons».

Noch keine Konkurrenz in Sicht
Hinter dem Konzept von Gonnado steckt die Kombination aus Retargeting und Couponing. Es gibt Retargeting-Anbieter wie AdRoll oder PerfectAudience und auch Couponing-Anbieter wie twtQpon. Jedoch ist es erst die Kombination aus der Bewerbung der eigenen Webseiten-Besucher und dem Anbieten von Rabattcoupons, welche mit der Effektivität von Rabattcoupon-Plattformen mithalten kann. «Wir wachsen aktuell rasch in Deutschland und der Schweiz – in den letzten Wochen sind wir zudem in den USA und dem UK gestartet, und auch dort ist noch keine Konkurrenz in Sicht», so Mäder.

Weitere Informationen: Gonnado.com


facebook twitter