So findet man die besten Freelance-Schreiber

erstellt am 14 Juni 2017 durch tm

Tipps für die Autorenakquise

Expertenbericht von Sabine Fäth, Gründerin von SCRIBERSHUB.com

 

Egal ob Artikel, Broschüre oder Buch, ob für Social, Web oder Print: Wer Inhalte publiziert, braucht jemanden, der sie schreibt. Doch wie holt man sich die besten Journalisten, Texter oder Autoren ins Boot? Wie findet man Schreiber mit dem passenden Know-how? Und wie bindet man sie und baut langfristige Beziehungen auf? Sabine Fäth, langjährige Chefredakteurin von Frauenzeitschriften und Gründerin von SCRIBERSHUB.com weiss aus Erfahrung, wie schwierig die Autorensuche sein kann. Schon als Chefredakteurin wünschte sie sich eine digitale Plattform, wie bei der Hotelsuche oder der Partnervermittlung – mit dem Unterschied, hier den richtigen Schreiber für die richtige Geschichte zu finden. So entstand die Idee für Scribershub.com, einer Matchmaker-Plattform mit heute über 400 Schreibern aus über 20 Ländern. Hier können Auftraggeber ihren Wunschschreiber suchen, Projekt- und Themengesuche in die Community posten und den Freelance-Schreiber finden, der genau zum Thema passt. Sabine Fäth gibt Tipps, worauf man noch achten muss, um die besten Freelance-Schreiber zu finden.

3 Tipps für die Autorenakquise

Qualitätskriterien aufstellen
Arbeitsproben und Referenzen geben ein gutes Beispiel davon, wie Freelance-Schreiber arbeiten. Haben sie eine saubere Recherchearbeit und einen sicheren Schreibstil, der zum jeweiligen Mediengenre passt? Im Content-Marketing und Corporate-Publishing werden gezielt Schreiber mit besonderen fachlichen Schwerpunkten gesucht. Kann ein Autor auf eine solche Fach-Expertise aus vergangenen Arbeiten verweisen? In welchen Themengebieten liegen die fachlichen Stärken und Leidenschaften? Gibt es Referenzkunden? Wenn es zeitlich und vom Budget her passt, kann man die Zusammenarbeit im Rahmen eines kleineren Auftrags vorab testen, bevor es an den grossen geht. So lernt man sich kennen und versteht die jeweiligen Arbeitsweisen. Aber: Ein hohes Schreibniveau allein garantiert aber noch keinen guten Text. Ohne eine klare Vorstellung und ohne ein gutes Briefing tappt auch der beste Freelance-Schreiber im Dunkeln.

Auch nicht-fachliche Qualitäten sind für eine erfolgreiche Zusammenarbeit wichtig
Vermittelt der Freelance-Schreiber Begeisterungsfähigkeit, Zuverlässigkeit, Aufgeschlossenheit? Mit Texten arbeiten heißt, sich konzentrieren, eine Sache durchdenken, angemessen schreiben und strukturiert im vereinbarten Rahmen abschließen können. Aber auch neue Wege kann ein Schreib-Profi aufzeigen, mit denen sich der Inhalt auf bestmögliche Art und Weise umsetzen lässt. Neue Medien-Technologien sind bereichernd. Schreibern rate ich sich dazu, nie stehen zu bleiben, sich weiter zu entwickeln, sich fordern und fördern zu lassen. Die Branche verändert sich rasend schnell – hier gilt es offen sein für neue Medienkanäle, Schreibtechniken und gezieltes Storytelling.

Ein klares Briefing formulieren
Ein klares Briefing ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Freelance-Schreiber und Auftraggeber müssen einander verstehen und die gleiche Vorstellung haben, was in welchem Rahmen erzielt werden soll. Merke: Mit unklaren Briefings arbeiten, führt zu schlechten Ergebnissen, Mehrarbeit und langen Lieferzeiten. Briefings mit Konzept, Inhalt, Textlängen, gewünschter Schreibstil etc. und anschließendes Debriefing zwingen zu Klarheit.

Der Auftraggeber sollte offen sein für Nachfragen. Der Freelance-Schreiber sollte mitdenken, etwaige Ungereimtheiten aufdecken und ggf. Lösungen bieten. So lassen sich Missverständnisse und Enttäuschungen vermeiden. Und: Das Honorar sollte immer mit der Auftragserteilung verhandelt werden.


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