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Bonitätsprüfung: So senken KMU ihr Unternehmensrisiko

erstellt am 14 September 2017 durch tm Eine Bonitätsprüfung eignet sich für alle Unternehmen – gerade auch für KMU und Online-Shops.Eine Bonitätsprüfung eignet sich für alle Unternehmen – gerade auch für KMU und Online-Shops.Das System der Credit-Decision-Datenbank ist sehr benutzerfreundlich: Im Bereich B2B werden die einzelnen Personen- mit den Firmendaten verknüpft.Das System der Credit-Decision-Datenbank ist sehr benutzerfreundlich: Im Bereich B2B werden die einzelnen Personen- mit den Firmendaten verknüpft.

Eindeutige Auskünfte über das Zahlungsverhalten von Geschäftspartnern zu erhalten, erhöht das Umsatzpotenzial von KMU. Egal, ob Industrieunternehmen mit Direktverkauf, Mobilfunkanbieter oder ein Online-Shop – mit einer Bonitätsprüfung im Vorfeld vermeiden KMU finanzielle Ausfälle und minimieren Kreditrisiken. Oder wie schon Hippokrates vor 2500 Jahren erkannte: Vorbeugen ist besser als heilen.

Petra Isenschmid ist Geschäftsführerin eines KMU, das Baugeräte wie Deckenstützen für Bau, Fassade und Industrie anbietet. Ihr Unternehmen macht einen Umsatz, der zur Zufriedenheit Anlass geben könnte. Dennoch schüttelt Petra Isenschmid in diesen Tagen den Kopf: Bereits mehrmals bezahlten Kunden ihre Rechnungen nicht – Tendenz steigend. Tatsächlich gibt es in der Schweiz pro Jahr mehrere Millionen sogenannte Inkassofälle. Das sind Fälle, in denen ein Kunde trotz Mahnung auf offene Forderungen eines Unternehmens nicht reagiert und seiner Zahlungsverpflichtung nicht nachkommt. Mit welchem Mittel können sich Firmen – kleine, grosse oder mittlere wie das Unternehmen von Petra Isenschmid – dagegen wehren? «Kennt ein Unternehmen seine potenziellen Neukunden nicht und fehlt die Zahlungserfahrung aus der Vergangenheit, kann mittels Bonitätsprüfung verhindert werden, dass es zu Zahlungsausfällen kommt», sagt Daniela Brunner, Head of Marketing bei Intrum Justitia.

Wie funktioniert eine Bonitätsprüfung?

Bonitätsprüfungen sind für Firmen aller Art sinnvoll. Mittels Monitoringsystem können sie auch Bestandeskunden (Personen/Unternehmen) überwachen. Allfällige Änderungen bei der Kreditwürdigkeit sind so auf einen Blick ersichtlich. «Da 70 Prozent der Zahlungsausfälle bei Bestandeskunden entstehen, ist dies ein wichtiges Intrument für jedes Unternehmen», erklärt Daniela Brunner. «Bei Firmen mit einem hohen Betragsvolumen pro Transaktion ist zusätzlich eine sogenannte Fraudprüfung zu empfehlen, um einen Betrug frühzeitig zu erkennen.»

Es gibt zwei Arten von Bonitätsprüfungen:

Schnittstellenlösung

1.     Bei der Schnittstellenlösung erfasst der Kunde seine Adressdaten und sein Geburtsdatum direkt im Adressformular des Online-Shops.

2.     Im Hintergrund findet dann – gleich unmittelbar beim Absenden des Formulars – die Prüfung der Bonität statt.

3.     Je nach Rating werden dem Kunden entsprechende Zahlungswege vorgeschlagen, zum Beispiel Zahlung via Rechnung (gute Bonität) oder via Vorauszahlung/Kreditkarte.

Manuelle Lösung

1.     Die Anbieter geben die Adressdaten und das Geburtsdatum ihrer Kunden in das Credit-Decision-Tool ein.

2.     Die Credit-Decision-Datenbank erteilt rund um die Uhr Auskünfte über Unternehmen wie Betreibungsinformationen, Geschäftsberichte und zeichnungsberechtigte Personen. Bei Privatpersonen weist sie ein Rating aus, das die Kreditwürdigkeit aufzeigt. Diese hochsichere Datenbank wird zu 95 Prozent mit eigenen Datenbeständen gespiesen.

3.     Je nach Rating (A bis E) entscheidet der Anbieter dann, welche Zahlungsmöglichkeiten dem Kunden angeboten werden.

«Bei der Bonitätsprüfung gehen wir nach mehreren logischen Schritten vor», sagt Daniela Brunner. «Wir integrieren unsere Zahlungserfahrungen des Inkassos und kombinieren sie mit den Informationen von diversen Stellen und Behörden. Auf diese Weise stellen wir eine umfassende Datenbank zur Verfügung, die die Bedürfnisse unserer Kunden vollumfänglich abdeckt.»

Geringer Aufwand für massgeschneiderte Lösungen

Die Schnittstellenlösung funktioniert bei kleinen und mittelgrossen Firmen meistens via Plug-in und kann ohne grossen Aufwand in das System der Kunden integriert werden. In Grossunternehmen läuft dies mittels Eigenentwicklung, also einem eigenen Kanal, oder gleichermassen via Plug-in ab. Bei der manuellen Lösung ist der benötigte Einsatz ebenfalls sehr klein: Mittels User-ID und einem Passwort können die Unternehmen auf die Credit-Decision-Datenbank zugreifen.

Auch Petra Isenschmid ist von der Bonitätsprüfung überzeugt; für ihr KMU entschied sie sich für eine Schnittstellenlösung. Sie weiss: Nun kann sie sich unbesorgt anderen Geschäftstätigkeiten zuwenden – sie muss nicht mehr unzählige Mahnungen an Kunden senden und ständig Angst haben, dass diese ihre Rechnungen nicht bezahlen.


Kontakt für weitere Informationen:
Intrum Justitia AG, sales.ch@intrum.ch, +41 44 806 85 57, intrum.ch
 

Vorteile einer Bonitätsprüfung

1.   Prüfen Sie mit einer Bonitätsprüfung die Zahlungsfähigkeit von möglichen Geschäftspartnern.

2.   Das Verifizieren von Kundenadressen schützt vor Betrug.

3.   Durch eine Bonitätsprüfung vor Auftragsannahme minimieren Sie finanzielle Ausfälle und Kreditrisiken.

4.   Online-Händler mit integrierter Online-Bonitätsprüfung können die Kaufabbruchsquote reduzieren.

5.   Vermeiden Sie unangenehme Situationen, indem Sie die Bonität der Kunden direkt am Point of Sale prüfen.

6.   Durch die optimale Zahlungsvariante können Sie Mehrumsatz generieren.

7.  Mit der Credit-Decision-Datenbank verfügen Sie über einen 24-Stunden-Online-Zugriff auf tagesaktuelle Entscheidungsgrundlagen.

 

Faktenbox zur Bonitätsprüfung

1. Die Bonitätsdatenbank der Intrum Justitia ist schweizweit einzigartig. Das Forderungsvolumen der Inkassofälle betrug Ende 2016 rund 3,8 Milliarden Franken.

2. Sowohl positive wie auch negative Zahlungsinformationen fliessen in die Beurteilung ein.

3. Intrum Justitia fällt 30 Millionen automatisierte und 80 000 manuelle Kreditentscheidungen pro Jahr.

4. Die B2B- und B2C-Datenuniversen sind miteinander verknüpft.
5. Die Bonitätsprüfungen sind massgeschneidert auf die Bedürfnisse der einzelnen Unternehmen.

6. Da über 70 Prozent der Debitorenverluste bei Bestandeskunden entstehen, entwickelte Intrum Justitia ein detailliertes Monitoringsystem. Dort sieht man zum Beispiel eine Änderung bei der Geschäftsführung oder der Bonität.

7. Die Kosten für die Bonitätsprüfung sind mittels Flatrate-Preis-Modell planbar.

8. Um Betrugsfällen vorzubeugen, empfiehlt sich bei einem hohen Betragsvolumen pro Transaktion zusätzlich eine Fraudprüfung. Durch seine ausgewiesenen Fachspezialisten und modernen Technologien bietet Intrum Justitia mit seinem mehrstufigen Fraudprozess höchste Sicherheit.

 

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Interview mit Martin Honegger

Martin Honegger, Head of Business Information bei Intrum Justitia, ist für die kontinuierliche Weiterentwicklung der vier Servicelines Credit Information, Fraud, Digital Services und Credit Factory verantwortlich.


Martin Honegger, welche Tipps geben Sie Unternehmen, die sich für eine Bonitätsprüfung interessieren?

Martin Honegger: Jedes Geschäft ist anders. Deshalb ist es wichtig, die Bonitätsprüfung sowie das Monitoring auf die individuellen Gegebenheiten des einzelnen Unternehmens abzustimmen. Wir helfen ihnen dabei gerne und haben Spezialisten, die sämtliche Bedürfnisse abdecken.

Ab wann ist die Bonität eines Unternehmens oder einer Person ausreichend, um ein Darlehen zu erhalten oder um einen Kauf tätigen zu können?

Auch hier spielen diverse Faktoren eine Rolle. Geht es zum Beispiel um eine einfache Rechnung für einen Staubsauger, der online bestellt wird oder handelt es sich um einen Privatkredit über 20 000 Franken? Im Grundsatz gilt aber ein Rating B auf einer Skala von A bis E als gute Bonität, bei der ein Kredit bewilligt werden kann.

Ab welchem Wert wird eine Bonitätsprüfung abgelehnt?

Die Ablehnungskriterien sind abhängig von der Risikopolitik des jeweiligen Unternehmens. Die Datenbank hilft der Firma, eine transparente und datenbasierte Entscheidungsgrundlage zu erhalten.

Aus welchem Pool schöpfen Sie Ihre Daten für das B2B- und das B2C-Business?

Die Bonitätsdatenbank der Intrum Justitia AG wird aus über 80 verschiedenen Quellen gespiesen. Selbstverständlich halten wir uns dabei sehr penibel an das Schweizerische Datenschutzgesetz. Die Datensammlung ist auch ordnungsgemäss beim Schweizer Datenschutzbeauftragten registriert.

Wie erstellen Sie ein Firmen- und ein Personen-Scoring?

Das Scoring ist eine Verdichtung der vorher erwähnten diversen Quellen. Mittels mehreren mathematischen Methoden wird schlussendlich ein Scoring/Rating erstellt, das die Ausfallwahrscheinlichkeit mit einer sehr hohen Trennschärfe bestimmen kann.

 


«Mittels Bonitätsprüfung kann verhindert werden, dass es zu Zahlungsausfällen kommt.»

Daniela Brunner, Head of Marketing bei Intrum Justitia 

 

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