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Sieben Tipps für das internationale Inkasso

erstellt am 07 Dezember 2017 durch CEO Jean-Claude Grimm erkennt, dass es Sinn macht, sich schon vor seinen weltweiten Geschäftsaktivitäten mit den Möglichkeiten des Auslandsinkassos auseinanderzusetzen.CEO Jean-Claude Grimm erkennt, dass es Sinn macht, sich schon vor seinen weltweiten Geschäftsaktivitäten mit den Möglichkeiten des Auslandsinkassos auseinanderzusetzen.Pance Antevski ist Teamleader International Service Line bei der Intrum Justitia AG: «Das internationale Inkasso ist eine wichtige Ergänzung für den optimalen weltweiten Geschäftserfolg.»Pance Antevski ist Teamleader International Service Line bei der Intrum Justitia AG: «Das internationale Inkasso ist eine wichtige Ergänzung für den optimalen weltweiten Geschäftserfolg.»

Je länger ein Gläubiger mit dem Einziehen der Forderung zuwartet, desto höher wird die Gefahr, dass ihm dies nie gelingt. Gerade im internationalen Forderungsmanagement sind deshalb mehrere aufeinander folgende Schritte notwendig.

Das Schweizer Handelsunternehmen Mediopt AG (Firma fiktiv) vertreibt seine Produkte aus der Medizin-, Mess-, Steuer-, Regeltechnik und Optik seit kurzem weltweit. Neu unterhält CEO Jean-Claude Grimm auch gute Kontakte nach China und konnte kürzlich sogar einen Kunden für eine grosse Lieferung industrieller Druckmessgeräte gewinnen. Allerdings hat dieser bis anhin seine Rechnung noch nicht beglichen. Deshalb fragt sich Jean-Claude Grimm, wie er das Risiko für sein Unternehmen senken und was er machen kann, um den Zahlungsverkehr sicherzustellen. «Oft beeinflussen externe Einflüsse wie die Wirtschaftslage, die geltenden Sitten, die Sprache sowie generell die Kommunikation zwischen zwei Geschäftspartnern die Zahlungsmoral», sagt Pance Antevski, Teamleader International Service Line bei der Intrum Justitia AG. «Da zudem von Land zu Land unterschiedliche Gesetze gelten, ist das Eintreiben von internationalen Forderungen keine einfache Aufgabe.» Immerhin: Sind internationale oder bilaterale Abkommen vorhanden, vermindert dies das Risiko von Zahlungsausfällen.

Empfohlene Vorgehensweise beim Forderungsmanagement im Ausland

Welche Vorkehrungen sollten Unternehmen vor der Aufnahme von internationalen Aktivitäten treffen, um Mahnungen und Forderungsbetreibungen im Ausland zu verhindern?

·       Meiden Sie besonders risikoreiche, instabile Regionen und Länder.

·       Achten Sie darauf, dass der Geschäftspartner Mitglied in einem nationalen Fachverband ist.

·       Versichern Sie sich bei Vertragsabschluss genau, dass die Konditionen klar und deutlich sind.

·       Vereinbaren Sie in den AGB/im Vertrag, dass Schweizer Recht gilt und der Gerichtsstand in der Schweiz ist. Ist dies nicht möglich, dann einigen Sie sich auf eine internationale Arbitrage.

·       Informieren Sie sich über die finanzielle Situation des zukünftigen Vertragspartners.

·       Besorgen Sie sich möglichst viele Kontaktangaben über den Geschäftspartner.

·       Klären Sie ab, ob die Verhandlungspartei tatsächlich im Namen der Firma entscheiden darf.

Handlungsablauf bei Zahlungsverzug…

Im vorliegenden Fall ist der Zahlungsverzug bereits eingetreten. Pance Antevski: «Deshalb soll Jean-Claude Grimm innert kurzer Frist mit dem Kunden in Kontakt treten und abklären, weshalb die Rechnung nicht bezahlt wurde. Sofern er dies nicht innerhalb von 30 Tagen klären kann oder der Vertragspartner keine eindeutige Antwort gibt, sollte er sich mit der Idee befassen, den Fall an ein spezialisiertes Unternehmen für internationales Inkasso mit Vertretung vor Ort zu übergeben. Dabei ist es entscheidend, dass die Mediopt AG möglichst alle Informationen und Unterlagen zur Verfügung stellt.»

… und nach der Falleröffnung

Die Mediopt AG will die Zahlung mittels internationalem Forderungsmanagement durchsetzen. Deshalb übergibt der Inkasso-Anbieter den Fall zuerst an seine Vertretung in China. «Unsere lokal stationierten, mit den nationalen Gegebenheiten bestens vertrauten Mitarbeitenden bemühen sich, innerhalb von 60 Tagen durch vorrechtliche Inkassoschritte die Realisierung der Forderung zu erwirken», unterstreicht Pance Antevski. Stellt sich innerhalb dieser Zeitspanne heraus, dass die Forderung bestritten wird und keine Einigung erzielt werden kann, teilt sie der Mediopt AG eine Empfehlung mit den nächsten (rechtlichen) Schritten mit.



Ist das internationale Inkasso teuer?

Das vorrechtliche Inkasso durch die Intrum Justitia AG verursacht in der Regel keine oder nur minime Kosten. Alle weiteren Schritte, bei denen Zusatzkosten entstehen können, werden dem Kunden vorab mitgeteilt und erst nach dessen Zustimmung durchgeführt. Somit ist die Kostentransparenz für das auftraggebende Unternehmen stets vorhanden. Lediglich im Falle eines erfolgreichen internationalen Forderungsmanagements bezahlt der Kunde die vereinbarte Provision.

Wie lange dauert ein solcher Prozess?

Die Prozessdauer ist individuell und von der Komplexität der Sache abhängig. Hinzu kommt die unterschiedliche Effizienz der Gerichte im jeweiligen Land.

 


Kontakt für weitere Informationen:

Intrum Justitia AG, sales.ch@intrum.ch, +41 44 806 85 57, www.intrum.ch

 

 


 


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