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Trotz mehr Handelshürden bleibt die Exportstimmung auf Rekordniveau

erstellt am 12 April 2018 durch tm Bild: zvgBild: zvg

Weltweit nehmen die Handelshürden zu. Dieser Trend stellt viele Schweizer KMU zwar vor besondere Herausforderungen, der ausserordentlich guten Exportstimmung tun sie aber keinen Abbruch. Gemäss der aktuellen Umfrage von Switzerland Global Enterprise (S-GE) bleibt die Exportstimmung auch im 2. Quartal 2018 auf höchstem Niveau stabil.

(mt) Zwei Drittel aller befragten KMU rechnen im 2. Quartal 2018 mit weiter steigenden Exporten. Das bestätigt auch das Credit Suisse Exportbarometer. Dieses liegt erneut weit in der Wachstumszone und untermauert damit die optimistische Exportprognose von plus 4 % für 2018. Am stärksten wachsen dürften zyklische Branchen wie MEM und Chemie, während die Pharmabranche den konjunkturellen Aufschwung voraussichtlich weniger stark spüren wird. Trotz protektionistischen Tendenzen und zunehmenden Handelshürden schätzt jedes zweite KMU die internationalen Wachstumschancen heute gleich gut ein wie vor fünf Jahren.

Sascha Jucker, Ökonom bei der Credit Suisse, sagt dazu: «Mit MEM und Chemie legen jene Branchen am stärksten zu, die in den vergangenen Jahren am meisten unter dem starken Franken gelitten hatten. Dass die Exporte insgesamt auch ohne grosse Wachstumsimpulse des wichtigen Pharmasektors wachsen, ist sehr positiv zu werten.»

Alberto Silini, Leiter Beratung bei Switzerland Global Enterprise (S-GE), stellt fest: «Die Schweizer KMU lassen sich von Handelshürden und Protektionismus nicht einschüchtern. Das zeugt von grossem Optimismus und zeigt, wie robust der Wachstumstrend im laufenden Jahr ist.»

Aber wie können Schweizer KMU trotz Handelshürden international wachsen? Das ist Thema am diesjährigen Aussenwirtschaftsforum von Switzerland Global Enterprise am 26. April 2018 in der Messe Zürich. Am grossen Jahrestreffen der Exportwirtschaft bekommen KMU wertvolle Tipps und sie können auf die geballte Kompetenz von 600 teilnehmenden Unternehmen und Experten zum internationalen Wachstum zurückgreifen.

Weitere Informationen zu den KMU-Exportperspektiven für das 2. Quartal 2018 unter: www.s-ge.com/exportperspektiven 

Videostatements zur aktuellen Exportstimmung von Sascha Jucker, Ökonom der Credit Suisse, und Alberto Silini, Leiter Beratung von Switzerland Global Enterprise, sind verfügbar unter: https://www.youtube.com/playlist?list=PLieF8yK8fbXh1ZSz5bGIjbbjeSY5XFv-1


Methodik Credit Suisse Exportbarometer
Das Credit Suisse Exportbarometer nutzt die Abhängigkeit der Schweizer Exporte von der Nachfrage auf den ausländischen Exportmärkten. Zur Konstruktion des Exportbarometers werden wichtige Vorlaufindikatoren für die Industrie in den 28 wichtigsten Abnehmerländern zusammengetragen. Diese Indikatoren haben in der Regel einen Prognosehorizont von ungefähr einem bis zwei Quartalen. Die Werte dieser Vorlaufindikatoren werden mit dem Exportanteil des jeweiligen Landes gewichtet. Das Exportbarometer verdichtet diese Informationen zu einem einzigen Indikator. Da es sich um standardisierte Werte handelt, wird das Exportbarometer in Standardabweichungen angegeben. Die Nulllinie entspricht der Wachstumsschwelle. Das langfristige Durchschnittswachstum der Schweizer Exporte von knapp 5% liegt bei 1.
Für ausführlichere Informationen: Credit Suisse (2009), Aussenhandel Schweiz – Fakten und Trends, Swiss Issues
Branchen, verfügbar unter www.credit-suisse.com/research

Methodik KMU-Exportstimmung von Switzerland Global Enterprise
Die KMU-Exportstimmung basiert auf der vierteljährlichen Befragung von rund 200 Unternehmen aus einem festen Panel von Schweizer KMU, welche die Branchen Pharma/Chemie, Maschinenbau, Konsumgüter, Metallindustrie, Papier, Elektrotechnik, Präzisionsindustrie, Dienstleistungen, ICT und Food repräsentieren. Die KMU geben an, ob sie für das laufende und für das kommende Quartal einen Zuwachs, eine Stagnation oder einen Rückgang ihrer Exporte erwarten. Um den Prognosecharakter der KMU-Exportstimmung zu betonen, wird die erwartete Exportaktivität im folgenden Quartal mit 60% gewichtet, während die Exporte im laufenden Quartal mit 40% gewichtet werden. Die KMU-Exportstimmung kann einen Wert zwischen 0 und 100 erreichen, wobei Werte zwischen 0 und 50 einen erwarteten Rückgang der Exporte und Werte von 50 bis 100 ein erwartetes Exportwachstum signalisieren. Über die Angaben zum Exportvolumen hinaus liefern die Teilnehmer weitere Informationen, beispielsweise zu den Gründen für die Veränderung ihres Exportvolumens, den Exportmärkten usw. Diese Angaben liefern ein aussagekräftiges Bild der Exportaktivitäten der Schweizer KMU.


Switzerland Global Enterprise
Switzerland Global Enterprise (S-GE) begleitet Kunden auf dem Weg in neue Märkte. S-GE fördert im Auftrag von Bund (Staatssekretariat für Wirtschaft SECO) und Kantonen Export und Investment und hilft Kunden, neues Potenzial für ihr internationales Geschäft zu realisieren und damit den Wirtschaftsstandort Schweiz zu stärken. Als Betreiber eines globalen Experten-Netzwerkes sowie als Vertrauter und starker Partner von Kunden, Kantonen und der Schweizer Regierung bildet S-GE die erste Schweizer Anlaufstelle für Internationalisierungsfragen. www.s-ge.com

Credit Suisse AG
Die Credit Suisse AG ist einer der weltweit führenden Finanzdienstleister und gehört zur Unternehmensgruppe der Credit Suisse (nachfolgend «die Credit Suisse»). Als integrierte Bank kann die Credit Suisse ihren Kunden ihre Expertise aus Private Banking, Investment Banking und Asset Management aus einer Hand anbieten. Die Credit Suisse bietet Unternehmen, institutionellen Kunden und vermögenden Privatkunden weltweit sowie Retailkunden in der Schweiz fachspezifische Beratung, umfassende Lösungen und innovative Produkte. Die Credit Suisse mit Hauptsitz in Zürich ist in über 50 Ländern tätig und beschäftigt etwa 46'720 Mitarbeitende. Die Namenaktien (CSGN) der Credit Suisse Group AG, der Muttergesellschaft der Credit Suisse, sind in der Schweiz sowie, in Form von American Depositary Shares (CS), in New York kotiert. www.credit-suisse.com

C:\fakepath\Exportperspektiven_Q2_18_DE.PDF


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